Mit Memoett verbindet der Wiener Spieleverlag Piatnik das klassische Memo-Prinzip mit Elementen eines Quartetts. Statt lediglich zwei gleiche Motive aufzudecken, müssen die Spielenden komplette Tierfamilien mit jeweils vier Plättchen finden. Dabei kommt es nicht nur auf das richtige Tier an: Die Karten müssen auch in der Reihenfolge von eins bis vier gesammelt werden.

Insgesamt warten zwölf Tierfamilien darauf, wieder vereint zu werden. Dazu gehören unter anderem Eisbären, Wölfe, Flamingos und Seepferdchen. In der einfacheren Spielvariante werden zunächst alle Plättchen mit jeweils einem Tier offen verteilt. Die übrigen Karten kommen verdeckt in ein Raster auf den Tisch.

Wer an der Reihe ist, deckt ein Plättchen auf. Passt das darauf abgebildete Tier zu einer der eigenen Familien und zeigt die Karte die benötigte Anzahl, darf sie auf dem entsprechenden Stapel abgelegt werden. Danach folgt sofort ein weiterer Zug. Eine unpassende Karte wird wieder umgedreht. Gewonnen hat, wer zuerst alle zugeteilten Tierfamilien vollständig und in der richtigen Reihenfolge gesammelt hat.

Die zweite Variante verzichtet auf die anfängliche Verteilung der Familien. Sämtliche Plättchen liegen von Beginn an verdeckt aus und stehen allen Mitspielenden offen. Auch hier müssen die Karten einer Tierart der Reihe nach gefunden werden. Wer das vierte Tier aufdeckt und damit eine Familie vervollständigt, erhält den gesamten Stapel. Am Ende gewinnt, wer die meisten Tierfamilien sammeln konnte.

Durch die Kombination aus Bildmotiv und Anzahl soll Memoett Merkfähigkeit, Konzentration und Beobachtungsgabe fördern. Für zusätzliche Abwechslung sorgen die beiden unterschiedlich anspruchsvollen Spielvarianten.

Entwickelt wurde Memoett von Christoph Reiser, der gemeinsam mit Arno Steinwender auch das Quizspiel Smart 10 entworfen hat. Das Kinderspiel eignet sich für zwei bis vier Personen ab vier Jahren. Eine Partie dauert rund 20 Minuten, der Preis liegt bei etwa 14,95 Euro.