Das Austria Center Vienna stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen von Gaming, E-Sport, Brettspielen und Popkultur. Zum fünfjährigen Jubiläum des Esports Festivals und zur dritten gemeinsamen Ausgabe mit dem Spielefest Wien kamen 28.700 Besucher in das ACV. Erstmals fand die Veranstaltung ohne Hauptsponsor statt, konnte aber dennoch ein umfangreiches Programm auf mehreren Ebenen bieten.

Organisator Manuel Haselberger sieht das Kombi-Event inzwischen als eine der bedeutendsten europäischen Veranstaltungen der Spielebranche, digital wie analog. Besonders die Mischung aus E-Sport, Gaming, Brettspielen und Festivalatmosphäre habe erneut gezeigt, dass das Konzept bei der Community ankommt. Der Eintritt umfasste wie in den Vorjahren alle Bereiche, also das Esports Festival, das Spielefest Wien und das Food Festival auf dem Vorplatz des Austria Center Vienna.

Auf der E-Sport-Mainstage standen mehrere große Programmpunkte im Mittelpunkt. Beim erstmals ausgetragenen League-of-Legends-Länderspiel Österreich gegen Deutschland setzte sich die deutsche Mannschaft mit 2:0 durch. Das Freundschaftsspiel diente zugleich als Vorbereitung auf den Esports Nations Cup, der vom 2. bis 29. November 2026 in Riyadh stattfindet und mit insgesamt 20 Millionen US-Dollar Preisgeld dotiert ist. Ebenfalls vor vollem Saal trafen Eintracht Spandau und G2Nord aufeinander, wobei Eintracht Spandau das Duell der beiden deutschsprachigen League-of-Legends-Teams für sich entscheiden konnte.

Auch abseits der großen Bühne gab es zahlreiche digitale Highlights. Besucher konnten unter anderem eine Runde Fortnite gegen den amtierenden Weltmeister vic0 erleben und beim Live-Reveal des österreichischen YouTube-Formats Manhunt dabei sein. Dabei wurde Sigon in Vietnam als Ort der vierten Staffel enthüllt. Am Stand von Red Bull Reshuffle gab es zudem bereits einen Vorgeschmack auf das Fortnite-Mega-Event, das am 15. August ebenfalls im Austria Center Vienna stattfinden wird und 40 professionelle E-Sport-Profis nach Wien bringen soll.

Das Spielefest Wien verwandelte unterdessen gleich vier Ebenen in einen Treffpunkt für Brettspiel-Fans. Knapp 2.000 Spieltische standen bereit, dazu kam Österreichs größte Spielothek mit rund 5.000 Spielen. Neuheiten, Klassiker und aktuelle Favoriten konnten vor Ort kostenlos ausprobiert werden. In der Merch-Zone und an den Verkaufsständen von Thalia ließen sich Lieblingsspiele außerdem direkt kaufen oder durch Erweiterungen ergänzen.

Zahlreiche Verlage, Wiener Spieleclubs und Vereine aus dem deutschsprachigen Raum präsentierten sich ebenfalls vor Ort. Neben bekannten Brettspielen waren auch Prototypen unabhängiger Spielautoren, Indie-Titel und noch wenig bekannte Neuheiten zu entdecken. Eigene Bereiche für Tabletop Games, analoge Turniere und Trading Card Games wie Magic: The Gathering und Disney Lorcana sorgten zusätzlich dafür, dass das Spielefest deutlich über klassische Familienrunden hinausreichte.

Das Rahmenprogramm verband erneut Gaming, Popkultur und Community-Erlebnis. Rund 250 Aussteller waren vertreten, ergänzt durch Arcade- und Retro-Gaming, Cosplay Village, Cosplay Catwalks, Ausstellungen von Prop-Makern, Artist Alley, Lasertag, Hüpfburgen, Arts-and-Craft-Stationen und Spielbereiche für Kleinkinder. Dadurch wurde das Wochenende nicht nur für E-Sport-Fans, sondern auch für Familien, Brettspielgruppen, Cosplayer und Popkultur-Interessierte zu einem breit angelegten Treffpunkt.

Mit 28.700 Besuchern, vollen Sälen und einer starken analogen wie digitalen Präsenz konnte das Esports Festival gemeinsam mit dem Spielefest Wien sein Jubiläumsjahr erfolgreich abschließen. Gerade der Mix aus familiärer Atmosphäre, Community-Nähe und großem Festivalprogramm bleibt dabei der zentrale Reiz der Veranstaltung.