Das spanische Indie-Studio Palitroque veröffentlicht Dystopicon am 27. Juli auf Steam. Die satirische dystopische Life-Sim verbindet Zeitmanagement mit schwarzem Humor und erscheint zum Preis von 7,99 Euro. In den ersten zwei Wochen nach Release wird das Spiel zusätzlich mit einem Rabatt von 15 Prozent angeboten.

Dystopicon spielt in einer retrofuturistischen Welt, in der Roboter die Menschen am Arbeitsplatz ersetzt haben. Wer spielt, übernimmt die Rolle eines Bürgers zweiter Klasse, dem der Staat ein neues Zuhause zuweist und eine scheinbar einfache Aufgabe gibt: Fernsehen schauen, Geld verdienen und damit die Dienste kaufen, die für Überleben und Unterhaltung nötig sind. Hinter dieser absurden Ausgangslage steckt ein System, das Gehorsam belohnt, Neugier bestraft und jede Entscheidung beobachtet.

Im Verlauf der Geschichte stellt Dystopicon die Frage, ob man ein braver Bürger bleiben oder gegen das System aufbegehren möchte. Die Entscheidungen führen durch verschiedene Szenarien, in denen nach und nach sichtbar wird, wie diese Gesellschaft funktioniert. Dabei kann man sich dem Staat fügen, bürokratische Karriere machen, Regeln umgehen, das System hacken oder sich in gefährliche Widerstandsaktionen verstricken. Insgesamt soll es 14 mögliche Enden geben.

Die Story-Kampagne beginnt in einem staatlich zugewiesenen Raum und führt über mehrere Stationen weiter. Fünf Szenarien und ein zusätzlicher geheimer Abschnitt bringen neue Mechaniken, Situationen und Informationen über die Welt ins Spiel. Jede neue Stufe verlangt eine andere Herangehensweise und zwingt dazu, die eigene Strategie anzupassen. Wer herausfinden will, was außerhalb der eigenen vier Wände liegt, muss allerdings bereit sein, Risiken einzugehen.

Zusätzlich zur Kampagne bietet Dystopicon einen Challenge-Modus. Dort geht es direkter darum, genug Geld zu sparen, um den Raum verlassen zu können. Ohne tägliche Nachrichten und Ablenkungen steht stärker der reine Überlebens- und Optimierungsaspekt im Mittelpunkt. Damit richtet sich der Modus an alle, die das Zeitmanagement-System ohne erzählerische Umwege ausprobieren möchten.

Mit seiner Mischung aus Überwachungssatire, Alltagsroutine und dystopischer Absurdität setzt Dystopicon auf ein ungewöhnliches Szenario. Fernsehen wird zur Arbeit, Konsum zur Überlebensstrategie und jede Form von Neugier zur möglichen Gefahr. Ob man sich anpasst oder rebelliert, entscheidet am Ende nicht nur über das eigene Leben, sondern auch darüber, welches der vielen Enden erreicht wird.