anache Digital Games hat im Rahmen des Summer Game Fest sein neues Projekt 1666: Amsterdam enthüllt. Das Studio hinter Ancestors: The Humankind Odyssey arbeitet unter der kreativen Leitung von Patrice Désilets an einem düsteren Third-Person-Action-Adventure, das 2026 zunächst im Early Access für PC erscheinen soll. Konsolenversionen sind zu einem späteren Zeitpunkt geplant.
Parallel zur Ankündigung ist bereits ein kostenlos spielbarer Prolog auf Steam und im Epic Games Store verfügbar. Dieser eigenständige narrative Vorgeschmack dauert rund 30 Minuten und soll einen ersten Eindruck von Welt, Figuren und zentralem Geheimnis des Spiels vermitteln.
1666: Amsterdam führt in eine Stadt, die auf Reichtum, Macht und unbezahlten Schulden gebaut wurde. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Originals, geheimnisvolle Wesen, die seit Jahrhunderten unter den Menschen leben und über Zeit, Macht und Einfluss verfügen. Doch diese Macht hat ihren Preis, und genau dieser Preis scheint nun eingefordert zu werden.
Die Geschichte bewegt sich über mehrere Zeitebenen hinweg. Neben dem Amsterdam des Jahres 1666 spielen auch das Jahr 1999 und die Gegenwart eine Rolle. Spieler sollen nach und nach Fragmente einer größeren Wahrheit zusammensetzen, die weit vor der Stadt selbst begonnen hat. Bereits im Jahr 1333 wurden Verträge geschlossen, deren Konsequenzen Amsterdam bis heute prägen.
Im Prolog übernehmen Spieler die Rolle von Noa Brooklyn, die als Collector geboren und von den Zaindaris für eine Aufgabe vorbereitet wurde, die sie sich nicht selbst ausgesucht hat. An ihrer Seite steht Aaron, der aus dem Jahr 1999 stammt und die Welt nun durch die Augen einer Katze erlebt. Schon zu Beginn muss eine Entscheidung getroffen werden: Wer wird Noa auf ihrem Weg begleiten?
Panache Digital Games beschreibt den Prolog als ersten Blick auf eine Welt, die von Jahrhunderten unsichtbaren Einflusses geformt wurde. Es geht um Macht, Schuld, Zyklen und eine Rolle, die Noa erst langsam zu begreifen beginnt. Der vollständige Titel soll diese Ideen später in einem größeren Action-Adventure ausbauen.
Patrice Désilets betont, dass das Team in Montreal seit sechs Jahren an einem tatsächlich spielbaren Projekt arbeite. Man habe bewusst auf vorgetäuschtes Material oder rein vertikale Demos verzichtet und sich stattdessen auf eine Erfahrung konzentriert, die Schritt für Schritt weiterentwickelt wurde. Der kostenlose Prolog sei nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was folgen soll.
Mit 1666: Amsterdam meldet sich Désilets mit einem Projekt zurück, das schon durch sein Setting und seine lange Entstehungsgeschichte Aufmerksamkeit erzeugt. Die Mischung aus historischem Amsterdam, übernatürlichen Mächten, drei Zeitebenen und erzählerisch aufgeladenem Action-Adventure dürfte für viele spannend sein, die auf ungewöhnliche Welten und starke kreative Handschrift setzen.


