Fenris Creations hat mit Operation Avalon den ersten Alpha-Playtest für EVE Vanguard angekündigt. Der in Entwicklung befindliche Extraction-Adventure-FPS, der mit dem Sci-Fi-MMO EVE Online verbunden ist, läuft vom 7. bis 20. Juli 2026 über Steam und den EVE Launcher. Im Mittelpunkt steht dabei ein deutlich überarbeitetes Fundament des Spiels, das mit neuem Kampfsystem, zusätzlichen Gegnertypen, frischen Waffen und einer vertieften Risiko-und-Extraktions-Schleife den eigentlichen Kern von EVE Vanguard stärker herausarbeiten soll.
Genau auf diesen Kern legen die Verantwortlichen auch in ihren Aussagen besonderen Wert. Laut Game Director Scott Davis dreht sich Operation Avalon um jenes Spannungsgefühl, das entsteht, wenn Spieler:innen unter Druck auf einem feindlichen Planeten landen, immer tiefer in gefährliche Einsatzorte vordringen und dabei ständig abwägen müssen, wie viel Beute sie riskieren können, bevor die Lage kippt. Executive Producer Snorri Árnason beschreibt diesen Kreislauf aus Druck, Verlust und Fortschritt als das eigentliche Fundament des Spiels. Nicht nur das, was extrahiert wird, sei entscheidend, sondern auch das, was verloren geht und wie sich dadurch die Ausgangslage für den nächsten Run verändert.
In EVE Vanguard werden Spieler:innen als technologisch unsterbliche Warclones auf die erbarmungslosen Planeten von New Eden geschickt. Deren Bewusstsein ist in neuronalen Implantaten gespeichert und kann zwischen entbehrlichen Körpern übertragen werden. Im Einsatz plündern sie Absturzstellen, greifen feindliche Strukturen an und sichern fortschrittliche Technologie, bevor sie wieder extrahieren. Zwischen den Missionen kehren sie auf die Warbarge zurück, einen mobilen Kommandoraum, in dem neue Ausrüstung hergestellt oder beschafft und das eigene Loadout vorbereitet wird. Besonders interessant klingt das modulare Waffensystem, bei dem sich Schussmodi und Schadensarten über Chipsets anpassen lassen. Das deutet darauf hin, dass sich Spielstile nicht nur über Loot, sondern auch über flexible Waffenanpassung entwickeln sollen.
Spielerisch setzt EVE Vanguard auf intensiven PvPvE-Kampf. Neben rivalisierenden Warclones warten planetare Verteidigungen, Drohnen und andere Gefahren auf wertvolle Ressourcen. Wer tiefer in einen Einsatzort vordringt oder zu lange vor Ort bleibt, löst zunehmend stärkere Reaktionen aus. Alarme eskalieren, Verstärkungen treffen ein und am Ende stoßen sogar mit Kettenkanonen bewaffnete Oppressors vom Himmel herab, um jede verbleibende Bedrohung auszuschalten. Damit versucht EVE Vanguard ganz offensichtlich, jede Mission in eine zuspitzende Risikoentscheidung zu verwandeln: Bleiben, mehr holen und fast sicher größere Gegenwehr riskieren oder rechtzeitig verschwinden.
Der Alpha-Playtest wirkt damit wie ein erster echter Härtetest für die spielerische Identität von EVE Vanguard. Statt bloß eines losen EVE-Ablegers soll hier ein Shooter entstehen, der Druck, Beute, Verlust und Fortschritt in einen eigenen Loop übersetzt. Wenn dieser Kreislauf trägt, könnte das Spiel für CCP beziehungsweise Fenris Creations tatsächlich zu einer spannenden Erweiterung des New-Eden-Universums werden.


