2K und Firaxis Games veröffentlichen am 19. Mai das kostenlose „Test of Time“-Update für Sid Meier’s Civilization VII. Die Aktualisierung greift an mehreren zentralen Stellen in das Spiel ein und soll vor allem bei Zivilisationsfortschritt, Siegbedingungen und Langzeitmotivation für spürbare Veränderungen sorgen.
Am auffälligsten ist dabei das neue System der „bewährten Zivilisationen“. Künftig können Spieler:innen eine Partie mit einer beliebigen Zivilisation aus einem beliebigen Zeitalter beginnen und diese beim Wechsel ins nächste Zeitalter entweder weiterführen oder gegen eine neue austauschen. Auch die KI richtet sich nach diesem Prinzip und bleibt entsprechend bei ihrer Zivilisation oder wechselt in die nächste. Damit reagiert Firaxis auf einen der häufigsten Diskussionspunkte rund um Civilization VII, denn viele Spieler:innen wollten ihre gewählte Kultur stärker als durchgehende Identität über eine gesamte Partie hinweg erleben.
Auch das Siegbedingungen-System wird grundlegend überarbeitet. Laut Firaxis sollen Siege nun von Beginn an stärker im Mittelpunkt stehen. Statt eines späteren Zuspitzens müssen Spieler:innen früh gezielt auf eine klare Dominanz in einer von vier Kategorien hinarbeiten: Militär, Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft. Fortschritte in Richtung eines Sieges lassen sich bereits in der Antike erzielen, unter bestimmten Voraussetzungen soll sogar schon im Zeitalter der Erkundung ein vollständiger Sieg möglich sein. Das dürfte Partien nicht nur klarer strukturieren, sondern auch stärker auf konkrete strategische Entscheidungen zuschneiden.
Hinzu kommt mit den sogenannten Triumphen ein neues Zielsystem. Die bisherigen Vermächtnispfade werden auf Basis des Community-Feedbacks komplett gestrichen und durch dieses neue Modell ersetzt. Triumphe sind optionale, teils anspruchsvolle Ziele, die einzelnen Attributen zugeordnet sind und Partien abwechslungsreicher machen sollen. Verknüpft sind sie mit den sechs bekannten Bereichen Militär, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Diplomatie und Expansion. Firaxis will damit offenbar erreichen, dass sich ein Spiel nicht nur über den Endzustand, sondern auch über die vielen Entscheidungen und Erfolge auf dem Weg dorthin individueller anfühlt.


