Mit Project Skyline erweitert Piatnik sein Sortiment um ein neues Strategiespiel, das Deckbau mit dreidimensionalem Städtebau verbindet. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Metropolen, deren Immobilienmärkte traditionell als heiß umkämpft gelten: New York City und Tokyo. Genau dort versuchen zwei bis vier Spieler:innen, möglichst gewinnbringend Hochhäuser zu errichten, Stadtviertel klug zu entwickeln und sich am Ende die wertvollste Skyline zu sichern.
Das Spiel stammt von Florian Maas und setzt nicht nur auf das bloße Stapeln von Gebäuden, sondern auf die geschickte Verbindung von Höhe, Lage und Kartenmanagement. Wer erfolgreich sein will, muss also nicht nur Etage für Etage bauen, sondern immer auch das Umfeld im Blick behalten. Wohn- und Geschäftsviertel, Industrie- und Erholungsgebiete sowie die Nähe zu bekannten Wahrzeichen beeinflussen den Wert der eigenen Bauprojekte. Dadurch entsteht ein strategischer Wettstreit, bei dem die Konkurrenz stets mitgedacht werden muss.
Spielerisch basiert Project Skyline auf einem Deck-Building-System, das eine stetige Verbesserung des eigenen Kartendecks ermöglicht. Zu Beginn eines Zuges können neue Karten gekauft oder bestehende Handkarten aufgewertet werden, um ihre Effekte beim Bauen oder Geldverdienen möglichst effizient zu nutzen. Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe: durch clevere Planung und gutes Timing möglichst hohe Einnahmen zu erzielen und im besten Fall sogar gewinnbringende Wertungen auszulösen.
Piatnik beschreibt das Regelwerk und das Glossar zu den Kartenfunktionen als leicht verständlich, trotz der strategischen Tiefe des Spiels. Damit soll Project Skyline nicht nur Vielspieler:innen ansprechen, sondern auch all jene, die sich gern in komplexere Spielwelten einarbeiten, ohne sich durch unnötig sperrige Regeln kämpfen zu müssen. Eine Partie dauert rund 60 Minuten und richtet sich an Spieler:innen ab zwölf Jahren.
Besonders reizvoll dürfte die Kombination aus Deckbau und physischem Städtebau sein, denn genau daraus entsteht die besondere Wirkung des Spiels. Die eigene Stadt wächst sichtbar in die Höhe, während gleichzeitig im Hintergrund Kartenkombinationen, Wertungen und Standortvorteile gegeneinander abgewogen werden. Zusätzlich sorgt der doppelseitige Spielplan mit den beiden Metropolen dafür, dass sich Partien leicht unterschiedlich anfühlen. Auch für das Spiel zu zweit gibt es angepasste Regeln, sodass Project Skyline in mehreren Konstellationen funktionieren soll.
Für Piatnik ist das Spiel Teil einer noch jungen Strategiespiel-Kategorie, die sich stärker an junge Erwachsene und Vielspielende richtet. Mit seinem urbanen Setting, dem dreidimensionalen Aufbau und den vielen Kombinationsmöglichkeiten will Project Skyline genau dort punkten, wo reine Optik oder bloßer Mechanik-Fokus oft nicht mehr ausreichen: bei der Verbindung von Material, Thema und taktischer Tiefe.


