Mit Loving Reaper: Hiraeth – Und wir bleiben zurück legt Jenny Jinya den zweiten Band ihrer erfolgreichen Graphic-Novel-Reihe vor. Nachdem bereits Loving Reaper: Die Seelen, die uns brauchten 2025 zu einem der Topseller im Graphic-Novel-Bereich wurde, zeigt sich nun schon vor dem regulären Verkaufsstart, wie groß das Interesse an der Fortsetzung ist. Bereits beim Pre-Sale auf der Leipziger Buchmesse wurde deutlich, dass die neuen Geschichten der Leipziger Künstlerin von vielen Leser:innen sehnsüchtig erwartet wurden.

Jenny Jinya gehört zu den Comic-Künstler:innen, die aus dem Internet heraus internationale Bekanntheit erreicht haben. Mit ihren traurig-schönen, oft schmerzhaften Comics über das Verhältnis von Mensch und Tier hat sie sich in den sozialen Medien eine enorme Fangemeinde aufgebaut. Ihre Arbeiten verbinden emotionalen Wucht, klare Tierschutz-Botschaften und einen Stil, der Einflüsse asiatischer Zeichenkunst ebenso aufnimmt wie westliche Comictraditionen. Genau diese Mischung hat ihr längst nicht nur online Reichweite verschafft, sondern auch in der Buchbranche Aufmerksamkeit eingebracht.

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war ihre Beteiligung an dem Umweltschutzprojekt Der wichtigste Comic der Welt, zu dem sie gleich zwei Beiträge beisteuerte. Daraus entstand schließlich auch die Zusammenarbeit mit Panini Comics. Mit dem ersten Loving Reaper-Band landete Jenny Jinya dort direkt einen großen Erfolg. Der Band versammelte Geschichten über Haustiere, die ausgesetzt oder verstoßen wurden, über Wildtiere, die unter menschlicher Grausamkeit leiden, und über Kreaturen, die in einer immer feindlicheren Welt kaum noch Platz finden. Im Zentrum stand dabei der Loving Reaper, ein sensibler, tröstender Tod, der sich jener Seelen annimmt, denen das Leben keine Gnade gewährt hat.

Der neue Band Hiraeth – Und wir bleiben zurück knüpft genau daran an, setzt emotional aber noch einmal anders an. Der Begriff „Hiraeth“ beschreibt eine tiefe Sehnsucht nach etwas, das verloren ist und nie zurückkehren wird. Gemeint sein kann ein Ort, ein Zuhause, eine Zeit oder ein geliebtes Wesen. Gerade in Bezug auf verlorene Haustiere trifft dieser Begriff besonders hart, und genau dort entfaltet der neue Band seine Wirkung. Jenny Jinya erzählt erneut von Liebe, Verlust, Schmerz und Menschlichkeit, blickt aber auch philosophischer auf die Beziehung zwischen Leben und Tod. Dabei bleibt ihre zentrale Haltung dieselbe: Sie zeigt, wie eng Zuneigung zu Tieren und menschliche Grausamkeit nebeneinander existieren können.

Dass ihre Comics so stark berühren, liegt nicht nur an den Themen, sondern auch an der Art, wie sie erzählt. Jenny Jinya arbeitet nicht mit Distanz, sondern mit unmittelbarer Emotionalität. Ihre Geschichten sind darauf angelegt, weh zu tun, und gerade darin liegt ihre Kraft. Sie wollen nicht nur traurig machen, sondern Mitgefühl aktivieren. Der Loving Reaper wird so zu einer Figur, die Trost spendet, wo das Leben versagt hat.

Jenny Jinya selbst beschreibt ihren Einsatz für Tiere als etwas, das sie seit ihrer Kindheit begleitet. Schon früh habe sie verletzte Tiere eingesammelt, später habe sie versucht, im Internet auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Figur des Loving Reaper entstand schließlich aus der Wut und Traurigkeit darüber, wie viele Tiere ausgesetzt werden und nie ein gutes Leben erfahren. Wenn das Leben für so viele Tiere grausam sei, so ihre Idee, dann solle wenigstens der Tod freundlich zu ihnen sein.

Rund um die Veröffentlichung gibt es außerdem zwei Signiertermine: Am 17. April 2026 von 15 bis 17 Uhr bei comixart in Bamberg und am 18. April 2026 von 13 bis 15 Uhr bei comixart in Bayreuth. Im Mittelpunkt steht aber klar das neue Buch, das Jennys Erfolg als Comic-Autorin und Zeichnerin weiter festigt. Mit Loving Reaper: Hiraeth setzt sie ihre Reihe nicht einfach nur fort, sondern schärft noch einmal das, was ihre Arbeiten so besonders macht: Mitgefühl, Trauer, Trost und eine schonungslose Ehrlichkeit im Blick auf das Verhältnis von Mensch und Tier.