PXN erweitert sein Sim-Racing-Portfolio um ein neues Lenkrad, das sich gezielt an ambitionierte Fahrer:innen und Aufrüstende richtet. Mit dem GT One stellt der Hersteller ein GT-Lenkrad vor, das professionelle Steuerungsmöglichkeiten, umfangreiche Anpassungsoptionen und eine breite Systemkompatibilität zu einem vergleichsweise attraktiven Preis verbinden soll. Damit positioniert PXN das Modell klar als Upgrade für alle, die über klassische Einsteiger-Hardware hinauswollen, ohne direkt in deutlich höhere Preisregionen vorzustoßen.
Im Zentrum steht dabei die Kontrolle. Das GT One bringt laut Hersteller insgesamt 78 Eingabesignale mit und soll damit deutlich mehr direkte Eingriffsmöglichkeiten bieten als typische Basismodelle. Dazu zählen vier Schaltwippen aus Carbon, zwölf frei belegbare Tasten, mehrere Encoder sowie zwei 7-Wege-Funky-Switches. Gerade für Sim-Racer:innen, die Bremsbalance, Traktionskontrolle, Boxenstrategie oder Telemetrie direkt am Lenkrad anpassen wollen, dürfte das ein wichtiger Punkt sein. PXN will damit ein Funktionsniveau anbieten, das sonst eher in höherpreisigen Segmenten zu finden ist.
Auch bei Materialwahl und Bauweise setzt das Unternehmen auf einen professionelleren Eindruck. Das 300-Millimeter-GT-Lenkrad soll verschiedene Griffpositionen und Fahrstile unterstützen, während die Griffe aus einem speziell entwickelten TPE-Material bestehen, das Komfort und Haltbarkeit auch bei längeren Sessions sichern soll. Das Gehäuse wiederum besteht aus glasfaserverstärktem Verbundmaterial mit Carbon-Oberfläche. Die Mischung zielt klar auf Stabilität, direktes Feedback und eine wertigere Optik ab, ohne den Preis zu stark nach oben zu treiben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Individualisierung. Das GT One verfügt über hintergrundbeleuchtete Tasten und 15 RPM-LEDs, die Motordrehzahl und Schaltzeitpunkte direkt am Lenkrad sichtbar machen. Diese Beleuchtungselemente lassen sich farblich anpassen und über die PXN-SimRacing-Software sowie SimHub konfigurieren. Wer also sein Setup optisch und funktional möglichst genau auf den eigenen Fahrstil abstimmen will, bekommt hier zusätzliche Spielräume.
Wichtig ist auch die Kompatibilität. Das GT One ist vollständig auf das eigene Direct-Drive-Ökosystem von PXN ausgelegt und lässt sich mit den Wheelbases der VD-Serie wie VD6 und VD10 kombinieren. Dort soll es sein volles Potenzial entfalten. Gleichzeitig bleibt PXN aber nicht im eigenen System gefangen. Über USB-Spiralkabel und den Z QS Quick Release Adapter lässt sich das Lenkrad auch mit Drittanbieter-Wheelbases nutzen, sofern diese standardisierte 50- bis 70-Millimeter-Quick-Release-Hubs unterstützen. Gerade diese Offenheit dürfte für viele interessant sein, die bereits ein bestehendes Rig besitzen und nicht alles neu aufbauen wollen.
Preislich startet das GT One mit einem zeitlich begrenzten Early-Bird-Angebot von 209 Euro, danach liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 229 Euro. Angeboten wird das Modell sowohl einzeln als auch im Bundle mit den Direct-Drive-Wheelbases VD6 und VD10.
Mit dem GT One versucht PXN damit, die Lücke zwischen günstiger Einsteiger-Hardware und teuren Premium-Lösungen zu besetzen. Das Paket aus vielen Eingabemöglichkeiten, Telemetrie-Funktionen, offener Kompatibilität und vergleichsweise moderatem Preis dürfte vor allem für jene spannend sein, die beim Sim-Racing den nächsten Schritt machen wollen, ohne gleich in die Oberklasse wechseln zu müssen.


