Mit Foundlings hat das Indie-Studio Maypole Games ein neues Pixel-Art-RPG angekündigt, das erzählerischen Fokus, historische Kulisse und ein ungewöhnliches Magiesystem miteinander verbindet. Begleitet wurde die Enthüllung von einem ersten Trailer. Im Mittelpunkt stehen zwei Magier:innen, die in einem zerrissenen England des 12. Jahrhunderts nicht die Welt retten, sondern in ihr bestehen müssen.

Die Handlung spielt während des Aufstands von 1173 gegen König Heinrich II. und zeichnet ein mittelalterliches England, das von Bürgerkrieg, Unsicherheit und verbotener Magie geprägt ist. Spieler:innen begleiten die junge Heilerin Agnes und den ehemaligen Henker Frant. Beide werden wegen unerlaubter Magie verhaftet und anschließend damit beauftragt, eine abtrünnige Magiergilde zu untersuchen, die hinter den zunehmenden Unruhen stehen soll. Was zunächst wie ein klar umrissener Auftrag wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Reise durch Dörfer und Wildnis, vorbei an rätselhaften Vorfällen, menschlichem Leid und den Folgen unkontrollierter Macht.

Maypole Games setzt dabei klar auf eine charaktergetriebene Erzählweise. Verzweigte Dialoge, moralische Entscheidungen und sich verändernde Beziehungen sollen nicht nur den Verlauf der Ermittlungen beeinflussen, sondern auch die Verbindung zwischen Agnes und Frant prägen. Wer sie am Ende sind, soll wesentlich davon abhängen, wie Spieler:innen auf die Welt und ihre Konflikte reagieren.

Auch spielerisch will sich Foundlings abheben. Das Kampfsystem verbindet Echtzeit-Action mit taktischer Tiefe und dreht sich vollständig um Magie. Zauber werden nicht einfach nur ausgelöst, sondern in Echtzeit aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt. Konduits, Schriftrollen und Tränke lassen sich kombinieren, um unterschiedliche Effekte zu erzeugen. Zusätzlich können Spieler:innen zwischen Agnes und Frant wechseln, die jeweils eigene Fähigkeiten und Verhaltensweisen mitbringen.

Besonders interessant wirkt dabei der konzeptionelle Unterbau der Magie. Foundlings greift Ideen aus mittelalterlicher Wissenschaft und Philosophie auf. Das sogenannte Vier-Säfte-System spielt eine zentrale Rolle: Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle müssen in Balance gehalten werden, um Emotionen zu stabilisieren und Macht freizusetzen. Dazu kommen planetare Einflüsse, die Zauber verstärken können, sowie verschiedene Wissenspfade, die von Rhetorik und Theologie bis hin zu Alchemie und okkulten Praktiken reichen.