NACON und Spiders Studio haben GreedFall: The Dying World veröffentlicht. Das neue Rollenspiel ist ab sofort für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich und knüpft an den Erfolg des ersten Teils an, der laut Publisher mehr als zwei Millionen Spieler:innen erreicht hat.
Inhaltlich schlägt GreedFall: The Dying World einen anderen Weg ein als sein Vorgänger. Die Handlung setzt drei Jahre vor den Ereignissen des ersten Spiels ein und verlagert den Blickwinkel spürbar. Statt erneut aus der Perspektive der Kolonialmächte auf die Welt zu schauen, übernehmen Spieler:innen diesmal die Rolle eines Einheimischen von Teer Fradee, der gewaltsam von seiner Insel verschleppt und auf den alten Kontinent Gacane gebracht wurde. Dort herrschen Krieg, politische Spannungen und die unheilbare Krankheit Malichor, die das ohnehin fragile Gleichgewicht zusätzlich zerstört. Aus dem persönlichen Wunsch nach Freiheit entwickelt sich schnell ein Konflikt, der weit über das eigene Schicksal hinausreicht.
Wie von Spiders Studio gewohnt, steht dabei die erzählerische Freiheit im Zentrum. Entscheidungen sollen spürbare Folgen haben, während sich Spieler:innen je nach Situation mit Diplomatie, Heimlichkeit oder direkter Gewalt durch die Machtspiele der Fraktionen bewegen. Die Reise führt durch prachtvolle Städte wie Olima ebenso wie durch vom Krieg gezeichnete Regionen, in denen sich die Geheimnisse des Kontinents nach und nach offenbaren.
Eine wichtige Rolle spielen auch die Begleiter:innen. Acht von ihnen lassen sich im Verlauf des Spiels rekrutieren. Sie sind nicht bloß Unterstützung im Kampf, sondern bringen eigene Geschichten, Quests und Reaktionen auf Entscheidungen mit. Je nachdem, wie sich die Beziehung entwickelt, können daraus Freundschaften, Rivalitäten oder auch Romanzen entstehen.
Beim Kampfsystem hat Spiders besonders stark auf Community-Feedback aus der Early-Access-Phase reagiert. Die Kämpfe wurden umfassend überarbeitet und orientieren sich nun stärker an taktischen Rollenspielen wie Dragon Age: Origins. Eine jederzeit einsetzbare aktive Pause erlaubt es, Angriffe zu planen, dem Team Befehle zu geben und die Umgebung gezielt in die eigene Strategie einzubinden. Gleichzeitig bleibt das Spiel in hohem Maß anpassbar. Drei verschiedene Kampfarten – taktisch, immersiv und hybrid – sowie drei Schwierigkeitsgrade von storylastig bis fordernd sollen dafür sorgen, dass sowohl Rollenspielfans mit Fokus auf Handlung als auch Spieler:innen mit Vorliebe für anspruchsvollere Gefechte auf ihre Kosten kommen.
Trotz der Verbindungen zum ersten Teil versteht sich GreedFall: The Dying World als eigenständiges Abenteuer. Wer neu einsteigt, soll der Geschichte ohne Vorwissen folgen können, während langjährige Fans bekannte Figuren, Orte und Zusammenhänge wiederentdecken. Damit setzt Spiders auf eine Mischung aus vertrauter Welt und neuer Perspektive – und versucht, die Reihe inhaltlich wie spielerisch konsequent weiterzuentwickeln.


