ZeniMax Online Studios stellen The Elder Scrolls Online ab 2026 grundlegend neu auf. Mit der Einführung von Saisons ändert sich nicht nur die Struktur, in der neue Inhalte erscheinen, sondern auch deren Zugänglichkeit. Sämtliche spielrelevanten Inhalte einer Saison stehen künftig allen Spieler:innen mit dem Grundspiel kostenlos zur Verfügung. Klassische Zugangshürden durch Kapitel oder kostenpflichtige Erweiterungen entfallen damit vollständig.

Jede Saison läuft rund drei Monate, steht unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt und bündelt neue Abenteuer, Systeme, Verbesserungen und Belohnungen in einem klar definierten Zeitraum. Den Anfang macht „Saison Null: Morgenlicht und Abendlicht“, die am 2. April 2026 zeitgleich auf PC und Konsolen startet und bis 8. Juli 2026 läuft.

Mit den Saisons will ESO regelmäßiger und strukturierter wachsen, ohne die Spielerschaft aufzuteilen. Neue Gebiete, Quests, Klassen, Fertigkeitslinien oder Systemänderungen können Teil einer Saison sein, ebenso technische Verbesserungen und Spielerleichterungen. Ergänzt wird das Ganze durch die sogenannten Tamrielfolianten, ein battlepass-ähnliches Fortschrittssystem mit kostenlosen Belohnungen und optionalen kostenpflichtigen Aufwertungen für kosmetische oder zusätzliche Inhalte. Parallel dazu führt ESO mit dem Goldküsten-Basar einen neuen Ingame-Belohnungsshop ein.

Inhaltlich steht Saison Null vor allem für ein neues Ereignisgebiet: den Nachtmarkt, einen zeitlich begrenzten Bereich in der Ebene Ferngrab im Reich des Vergessens. Über einen Zeitraum von sieben Wochen schließen sich Spieler:innen hier einer von drei Fraktionen an und bestreiten PvE-Herausforderungen in deren Diensten. Der Nachtmarkt bringt neue Quests, Figuren, Geschichten und sogar ein vollständig im Spiel verdienbares Heim. Auch wenn das Gebiet zeitlich begrenzt ist, soll es in späteren Saisons zurückkehren, sodass Inhalte erneut und aus anderen Perspektiven erlebt werden können.

Parallel zur Saison erscheint mit Update 49 bereits am 9. März eine erste größere Welle an Verbesserungen des Spielerlebnisses. Ein neu aufgestelltes Team kümmert sich gezielt um langjährige Komfortprobleme. Dazu zählen unter anderem die kostenlose und direkte Umverteilung von Attribut- und Fertigkeitspunkten über die Benutzeroberfläche, eine beschleunigte Reitausbildung, erhöhte Obergrenzen für zahlreiche Spielerheime sowie weitere Anpassungen an Bedienung und Performance.

Auch das Kampfsystem und mehrere Klassen werden weiterentwickelt. Der Drachenritter erhält in Saison Null eine visuelle Auffrischung inklusive Überarbeitung zentraler Fertigkeitslinien. Zusätzlich wird die Waffenfertigkeitslinie für Zweihänder optisch modernisiert. Im späteren Verlauf der Saison folgt eine umfassendere Überarbeitung des Erscheinungsbilds von Werwölfen, inklusive eines lange gewünschten weiblichen Modells.

Gegen Ende der Saison richtet sich ESO verstärkt an erfahrene Spieler:innen. Mit der neuen Herausforderungsschwierigkeit lässt sich die offene Welt optional in einer anspruchsvolleren Variante spielen, die zusätzliche Belohnungen bietet. Zudem wird das PvP-System um einen neuen Vergeltungs-Fortschritt erweitert, der Ränge, exklusive Belohnungen und sogar einzigartige passive Fähigkeiten freischaltet.

Saison Null bildet dabei nur den Auftakt. Für die folgenden Saisons im Jahr 2026 sind unter anderem eine neue Questreihe der Diebesgilde, die Rückkehr von Sheogorath, eine neue Endgame-Prüfung, Solo-Verliese sowie ein neues Event auf hoher See geplant. Die Roadmap kann sich noch ändern, macht aber deutlich: ESO verabschiedet sich von der klassischen Kapitelstruktur und setzt künftig auf kontinuierliche, für alle zugängliche Weiterentwicklung.