Firaxis hat heute einen umfassenden Ausblick auf das kommende Update 1.3.0 für Sid Meier’s Civilization VII gegeben – und die Segel stehen ganz im Zeichen der Seefahrt. Das Update erscheint in der Woche des 3. November und bringt zahlreiche Neuerungen rund um maritime Expansion, darunter neue Einheiten, Gebäude, Ressourcen und überarbeitete Seekämpfe. Gleichzeitig kündigte das Studio eine zweiteilige, thematisch passende Inhaltssammlung namens Tides of Power an, deren erster Teil zeitgleich mit dem Update startet.
Mit Tides of Power feiern die Entwickler die Rückkehr legendärer Seefahrer und Piraten. Der erste Teil der Sammlung führt Edward Teach – besser bekannt als Blackbeard – als neuen Anführer ein und ergänzt zwei neue Zivilisationen: Tonga und die Republik der Piraten. Der zweite Teil erscheint im Dezember und erweitert das Spiel um die Osmanen, Island sowie die gefürchtete Piratenkönigin Sayyida al Hurra. Die gesamte Sammlung wird vom 4. November bis 5. Januar 2026 kostenlos für alle Spieler:innen verfügbar sein.
Im Mittelpunkt des Updates steht die umfassende Erweiterung der Seefahrt-Mechaniken. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Einführung des Freibeuters, einer schnellen und wendigen Marineeinheit, die bereits im Zeitalter der Erkundung verfügbar ist. Sie bewegt sich zwischen der Kogge und der Karacke, zeichnet sich aber durch ihre Vielseitigkeit aus: Sie kann Grenzen überschreiten, Handelsrouten plündern und feindliche Einheiten angreifen – unabhängig davon, ob ein Krieg erklärt wurde. Diese Mechanik bringt eine neue Dimension heimlicher und wirtschaftlicher Kriegsführung ins Spiel. Dazu kommt das neue Gebäude Hafen, das künftig als Produktionszentrum für alle Marineeinheiten dient und den Ertrag von Fischerbooten steigert. Dadurch gewinnen Küstenstädte strategisch weiter an Bedeutung.
Das Update führt zudem neue Ressourcen und Geländetypen ein. Spieler:innen können nun Krabben, Schildkröten und Kaurimuscheln als maritime Ressourcen entdecken, während Pech als neue Landressource hinzukommt. Auch die Kartengestaltung wurde angepasst: Atolle erscheinen künftig im tiefen Ozean und fungieren als natürliche Engpässe, während Lotusfelder in Seen entstehen und Boni auf Nahrung und Gold bieten.
Einen zentralen Teil des Updates bildet die komplette Überarbeitung der Seekämpfe. Erstmals unterscheidet Civilization VII zwischen leichten und schweren Marineeinheiten. Leichte Einheiten sind schnell, beweglich und für Flankenangriffe geeignet, während schwere Einheiten mit mächtigen Fernangriffen operieren, dafür aber weniger Sichtweite und Mobilität besitzen. Diese neue Rollenverteilung sorgt für strategischere und dynamischere Seeschlachten, in denen Positionierung und Timing entscheidend sind.
Neben den inhaltlichen Erweiterungen kündigte Creative Director Ed Beach auch einen Ausblick auf größere strukturelle Veränderungen an, die das Spiel langfristig prägen sollen. Dazu gehören tiefgreifende Anpassungen an den Vermächtnispfaden und Siegesbedingungen, um vielfältigere Strategien und alternative Wege zum Sieg zu ermöglichen. Zudem testet das Studio eine neue Option, bei der Spieler:innen eine Zivilisation durch alle Zeitalter hinweg führen können – ein Feature, das von der Community besonders häufig gewünscht wurde.
Diese Experimente sind Teil einer neuen Initiative namens Firaxis Feature Workshop, die ausgewählte Community-Mitglieder in die frühe Entwicklungsphase einbindet. Ziel ist es, Feedback zu neuen Spielsystemen zu sammeln, bevor diese final in Civilization VII integriert werden. Während Firaxis an diesen umfangreichen Änderungen arbeitet, wird es in den kommenden Monaten vorübergehend kleinere und weniger häufige Updates geben, um sich auf Tests und Feinabstimmung zu konzentrieren.


