Wenn eine neue Konsolengeneration auf den Markt kommt, ist man immer auf der Suche nach den Spielen, die
schon einen ersten Eindruck geben können, wie gut die Grafik in Zukunft wirklich sein wird. Mit Forza
Motorsport 5 hat Microsoft einen Titel in Entwicklung, der uns auf der gamescom zum Staunen gebracht
hat.
Schon auf der Xbox 360 durften die Entwickler des Turn 10 Studios beweisen, wie schön und detailgetreu sie Fahrzeuge umsetzen konnten. Auf der Xbox One erreichen die Fahrzeuge nun im kommenden Teil jedoch eine bisher nicht vorstellbare
Grafiktiefe, wurden doch alle Fahrzeuge bis zum letzten Detail genau nachgebaut. Selbst, wenn mehrere
Fahrzeuge gleichzeitig auf der Piste sind und mit 60 Bildern pro Sekunde die Strecke herunterrasen,
bleibt alles flüssig. Wie bereits im Vorgänger kann man sich die Autos wieder bis ins Detail ansehen und
auch die Türen öffnen und einsteigen. Spiegelungen, Kratzer, Dellen, alles ist eindeutig sichtbar an
eurem Boliden, sogar der Dreck und die Insekten sollen am Auto nach jedem Rennen erkennbar sein.
Aber auch die KI wurde verbessert, denn diese lernt vom Fahrverhalten aktiver Spieler und wird in der
Cloud gespeichert. Ist man bisher gewohnt, dass die KI-Fahrer ihre gewohnten Runden drehen und fast immer
die selben Aktionen vollführen, bekommen sie durch die Lernfunktion bei Forza Motorsport 5 eine
vollkommen ungeahnte Tiefe. So stellen sie sich bei Überholmanövern plötzlich in den Weg oder täuschen
Manöver an. Aktionen, die man bisher nur von menschlichen Spielern aus Multiplayer-Sessions kannte,
sollen so den Singleplayer-Modus interessanter machen.
Dies soll auch durch den überarbeiteten
Karrieremodus erreicht werden, denn man wird nicht mehr die volle Karriere durchspielen müssen um zu den
besseren Fahrzeugen zu kommen. In Forza 5 kann man von Beginn an die Rennen auswählen, egal in welcher
Rennklasse und mit welchen Fahrzeugen. Neu mit dabei ist nun auch die Indycarserie.
Ein großer Teil der gamescom-Präsentation widmete sich auch den Reifen. Um ein noch realistischeres
Gefühl zu bieten, wurde mit externen Firmen zusammengearbeitet und es wurden dutzende Reifen auf ihr spezielles Verhalten in Rennsituationen untersucht. Dieses Wissen kann nun durch die Power der Xbox One
auch ins Spiel integriert werden, da eine eigene Physik-Engine an der Berechnung der Reifen arbeite.
Dadurch soll das Fahrgefühl noch realistischer werden, inwiefern dies jedoch wirklich spürbar sein wird,
konnten wir in den Proberennen nicht herausfinden.
Die ersten Runden haben jedoch sofort wieder das gewohnte Forza-Gefühl aufkommen lassen. Die Grafik ist
überragend, der Sound bleibt in den Ohren hängen und der Realismus ist atemberaubend. Die Strecken haben
noch mehr Detailtiefe ohne dabei zu neu auszusehen, eher wollen die Entwickler auch den natürlichen
Verfall von Strecken nachbilden um alles näher an die Realität zu bringen.





