Das Comicfestival Hamburg geht 2026 in seine 20. Ausgabe. Vom 2. bis 4. Oktober lädt das Festival an zahlreichen Orten in St. Pauli, im Karoviertel, in der Neustadt und der Sternschanze dazu ein, Comics in ihren unterschiedlichsten Formen zu entdecken. Geplant sind Ausstellungen, Lesungen, Gespräche, Führungen, Workshops, eine Messe und ein Kinderprogramm für junge Comicfans.
Zum Jubiläum setzt das Festival erneut auf eine breite Mischung aus internationalen und deutschsprachigen Positionen. Zu den angekündigten Künstlerinnen und Künstlern gehören unter anderem Lee Lai, Jaden Pirfano Kristoffersson, Lilli Loge, Sheree Domingo und Patrick Spät, Johanna „Schlogger“ Baumann, Madita Schwenke, Wiebke Bolduan und Nele Jongeling. Dazu kommen Ausstellungen zu Mini-Zines, Semesterprojekten der HAW Hamburg und performative Comiclesungen, die grafisches Erzählen auf die Bühne bringen.
Ein Highlight ist die Ausstellung zu Lee Lai und ihrem neuen Comicroman Cannon, der zum Festival bei Reprodukt erscheint. Lai wurde bereits mit mehreren wichtigen Preisen ausgezeichnet, darunter zwei Ignatz Awards und ein LAMBDA Award. Ihre Ausstellung ist im MOM Art Space am Valentinskamp zu sehen.
Einen historischen Stoff greifeninen historischen Stoff greifen Sheree Domingo und Patrick Spät mit Irrläufer auf. Der Comic basiert auf wahren Begebenheiten aus Duisburg im Jahr 1966, als im stark verschmutzten Rhein ein weißer Wal auftauchte und der Zoodirektor Wolfgang Gewalt eine Rettungsaktion startete, die zur Hetzjagd wurde. Die Ausstellung in der giraffentoast Gallery zeigt Originale, Entwürfe, Storyboard-Seiten und historische Fotografien.
Unter dem Titel Bisschen Lost widmet sich eine weitere Ausstellung den Arbeiten von Madita Schwenke, Wiebke Bolduan und Nele Jongeling. Ihre Comics erzählen einfühlsam und humorvoll von Figuren, die sich in absurden Situationen verlieren, weil sie mit Gefühlen des Nicht-Dazugehörens, Scheiterns oder Funktionieren-Müssens ringen. Zu sehen ist die Ausstellung in der Villa Magdalena K. in der Bernstorffstraße.
Auch performative Formate sind Teil des Programms. Oh my god, you are breaking my immersion bringt Comic, Illustration, Musik, Regie, Licht und Projektion zusammen. Die Comiclesung diskutiert das Wiedererstarken romantischer, fantastischer und schauriger Motive im digitalen Zeitalter und findet am 3. Oktober um 19:30 Uhr im B-Movie statt.
Neben den großen Ausstellungen bietet das Comicfestival Hamburg wie gewohnt zahlreiche Lesungen, Künstlergespräche und Führungen durch die Festivalorte. Die Messe, Workshops und ein eigenes Programm für Kinder ergänzen das Wochenende. Damit bleibt das Festival auch in seiner Jubiläumsausgabe ein Treffpunkt für alle, die Comics nicht nur lesen, sondern als vielfältige Kunstform erleben möchten.
Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der offiziellen Webseite: comicfestivalhamburg.de.


