Titel:
Kerbal Space Program 2
System:
PC
Publisher:
Private Division
Entwickler:
Uber Entertainment
Genre:

Release:
1.Quartal 2020

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Preview: Kerbal Space Program 2

Eine der größten Überraschungen der diesjährigen gamescom war die Ankündigung von Kerbal Space Program 2. Der junge Publisher Private Division will die beliebte Raumfahrtsimulation 2020 auf PC, Playstation 4 und Xbox One veröffentlichen und wir haben gemeinsam mit den Entwicklern einen ersten Blick auf das Spiel geworfen.

Obwohl Kerbal Space Program eine durchschnittliche comichafte Grafik und nur einen Single-Player-Modus besitzt und dann auch noch unglaublich schwierig zu bewältigen ist, konnte das Spiel Hundert-tausende Spieler begeistern. Dies führte dazu, dass sich 2017 Take-Two Interactive die Rechte an dem Titel sicherte und seinem Tochter-Unternehmen Private Division anvertraute. Seitdem wird nun gemeinsam mit Entwickler Uber Entertainment an der Veröffentlichung des zweiten Teiles gearbeitet, der in Köln erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Grundsätzlich bleibt laut dem Entwickler-Team kaum ein Stein am anderen, denn das ganze Spiel wird vollständig neu programmiert. Das einzige was sich nicht verändert ist das Grundprinzip des Spieles: Man startet am Planeten Kerbin im Kerbal Space Centre, wo man seine eigenen Raketen zusammenbaut und damit versucht im ersten Schritt bis zum Mond zu kommen, um später umfangreiche Raumstationen im Weltall zu bauen. Wieder baut man Teil für Teil zusammen, kann einzelne Teile nun jedoch gruppieren, um so mehrere gleiche Teile schneller an der Rakete anbringen zu können. Jeder Raketenstart wird wieder physikalisch richtig berechnet, was auch in Teil 2 zu vielen Abstürzen und Explosionen führen soll. Denn nur wer die physikalischen Gesetze im Laufe des Spieles beherrschen lernt, kann die Weltraumsimulation bändigen. Leichter soll der Nachfolger laut den Entwicklern auf keinen Fall werden, Trial & Error wird weiterhin ein fixer Part des Spieles sein.

Da für viele Spieler das Tutorium im ersten Teil nicht umfangreich genug, beziehungsweise zum Teil zu schwer zu verstehen war, soll dies in Kerbal Space Program 2 vollständig neu umgesetzt sein. Die Entwickler versprechen, dass man die Abläufe verstehen können wird, ohne Raketenwissenschaftler sein zu müssen. Das Tutorial-System soll dem Spieler physikalische Gesetze näherbringen und auch erklären welches Raketenteil welche Funktion hat.

Der Umfang des Spieles wird deutlich erhöht, sodass man in Zukunft auch interstellare Reisen anstellen und neue Sonnensysteme entdecken kann. Man wird im Weltall und auf anderen Planeten neue Basen bauen können, die einem für die weitere Erforschung des Weltalls dienen sollen. Man soll dabei auch beobachten können, wie die Planeten sich durch die Besiedelung verändern und auch das interstellare Bevölkerungswachstum soll optisch wahrnehmbar sein. Optisch will man einen großen Schritt nach vorne machen, obwohl man dem Comicstil treu bleibt. Trotzdem wolle man den Spielern ein schönes Spielererlebnis bieten und jede Explosion wird einzigartig sein.

Wieder mit dabei soll ein Modding-Modus sein, die Entwickler sind sich bewusst, wie wichtig dies für die Spieler sei und man wolle dies in Zukunft noch stärker unterstützen. Ganz neu integriert im Spiel wird ein Multiplayer-Modus sein. Genauere Details, wie das gemeinsame Vergnügen sein wird, wurde bisher jedoch nicht veröffentlicht.

Fazit: Die Informationen, die bisher zum Spiel veröffentlicht wurden, sind noch sehr übersichtlich und man konnte auch noch nicht selbst spielen. Was uns aber Private Division bisher gezeigt hat, überzeugt uns schon jetzt voll und ganz und Kerbal Space Program 2 dürfte alles mitbringen, was wir uns von einem guten Nachfolger erwarten. Da das Spiel bereits im ersten Quartal 2020 erscheinen soll, muss man als Spieler auch nicht mehr lange warten, bis man dem kleinen Volk auf Kerbin den Griff nach den Sternen ermöglichen kann. Jede Menge Humor soll wieder mit dabei sein und der Spaß dürfte auch garantiert sein, sofern man ein wenig Frustresistenz mitbringt, denn eines ist klar, Abstürzen wird man in Kerbal Space Program 2 genau so oft, als man in Dark Souls stirbt.

Ersteindruck: Sehr gut