Titel:
Private Peaceful - Mein Bruder Charlie
Original-Titel:
Private Peaceful
/
Verleih:
polyband

Laufzeit:
105
Startdatum:
27.02.2014

Filmkritik: Private Peaceful - Mein Bruder Charlie

Private Peaceful erzählt die Geschichte zweier Brüder rund den Beginn des ersten Weltkrieges. Zwei Brüder, die ihr ganzes Leben gemeinsam verbracht haben und füreinander in allen Belangen einstehen. Doch wie weit kann Bruderliebe gehen? Wir haben uns für euch die Literaturverfilmung von Michael Morpurgo auf Blu-Ray angesehen.

Tommo und Charlie hatten trotz der ärmlichen Verhältnissen in denen sie aufwuchsen eine gute Kindheit. Nichts konnte die beiden voneinander trennen und gemeinsam zogen sie durch die Landschaft rund um den kleinen Ort Iddesleigh und genoßen ihre Jugend und Schulzeit. Dies alles endete abrupt als deren Vater bei einem Unfall verstirbt als er Tommo vor einem umfallenden Baum retten will. Das Leben der beiden wird ohne dem Geld des Vaters härter und statt weiter zur Schule zu gehen, müssen beide arbeiten beginnen um sich und die Mutter über Wasser zu halten. Die Försterstelle ihres Vaters wird neu vergeben und die beiden Brüder lernen so Molly, die Tochter des neuen Försters kennen. Zuerst wird sie eine gute Freundin der beiden, später verlieben sich beide in sie. Selbst dies scheint am Anfang der beiden Freundschaft nichts anhaben zu können, doch als sich Molly dann doch für Charlie entscheidet, hält es Tommo nicht mehr zu Hause aus und meldet sich unter Angabe eines falschen Geburtsdatums bei der Armee. Um seinen Bruder zu beschützen folgt ihm Charlie in die Armee. Doch kann man an der Front außer sich selbst jemanden anderen überhaupt beschützen?

Private Peaceful ist zwar ein Kriegsfilm, doch stellt er dabei nie die Brutalität des Krieges in den Vordergrund. Statt dessen versucht der Film den Zuschauer durch eine sehr genaue Ausstattung in die damalige Zeit zu versetzen und ein Gefühl zu vermitteln, wie das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts war. Im Mittelpunkt steht die Lebensfreundschaft der beiden Brüder und der Veränderung deren beiden Leben. Während die Kindheit unbeschwerlich ist und sie ihr Leben trotz des begrenzen Geldes genießen, ist das Leben nach dem Tod des Vaters schon um einiges härter. Der Krieg ist dann nur noch reine Hölle für die beiden.

Die wenigsten wissen sicher, dass es sich bei Private Peaceful um eine Literaturverfilmung handelt. Das gleichnamige Buch dazu kommt von Michael Morpurgo, der auch schon die Buch-Vorlage für Steven Spielbergs "Gefährten" lieferte. Obwohl Regisseur Pat O´Conner bei weitem nich das selbe Budget wie Steven Spielberg zur Verfügung stand, so hat er es doch geschafft wunderbare Aufnahmen im Film darzustellen. In den Wäldern würde man am liebsten selbst spazieren gehen und die Schützengräben jagen einem Angst ein. Vor allem schafft er sehr gut das Ende der Geschichte bis zum Schluss zu tarnen. Man erfährt zwar schon zu Beginn der Geschichte, dass einer der Brüder aus Feigheit vor dem Feinde zum Tode verurteilt wird. Doch wer dies ist, erfährt man erst ganz am Ende und bis dahin hofft man, dass doch beide gut durch die Geschichte kommen.

Technisch wurde der Film gut umgesetzt und Ton und Bild kommen sehr gut herüber. Bei den Extras wurde nicht gespart und so gibt es neben einem Behind the Scenes, auch Interviews mit den Schauspielern und dem Schriftsteller Michael Morpurgo. Insgesamt stehen einem so ganze Minuten Bonusmaterial zur Verfügung.

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