Titel:
State of Decay 2
System:
Publisher:
Microsoft Game Studios
Entwickler:
Undead Labs
Genre:
Action
Release:
22.05.2018

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Amazon erhältlich ab: EUR 26,95

Review: State of Decay 2

Als 2013 State of Decay auf den Markt kam, war mit 4,5 Millionen Kopien für viele ein Überraschungstitel. Der Titel war nicht perfekt, vereinte aber viele beliebte Elemente unterschiedlicher Zombiespiele und machte etwas ganz neues daraus. Mit State of Decay 2 wollte Entwickler Undead Labs darauf aufbauen und die Wünsche der Spieler umsetzen. Ob dies gelungen ist, haben wir für euch in den letzten Tagen herausgefunden.

Vom Spielprinzip ist State of Decay 2 seinen Wurzeln treu geblieben. Wir befinden uns in einer großen offenen Welt, die von einer Zombieapokalypse heimgesucht wurde. Unser Ziel ist es nun zu überleben, sich einen Unterschlupf zu bauen, wo wir sicher sind, weitere Personen zu retten, da man alleine nicht weit kommt und rechtzeitig genug Ressourcen zu sammeln. Man spielt dabei nicht nur einen Charakter, sondern kann zwischen den Charakteren, die zur Gemeinschaft gehören wechseln. Dies ist auch bitter nötig, da jeder Charakter andere Stärken und Schwächen hat, die man geschickt ausnützen sollte. Jeder Charakter entwickelt sich mit der Zeit auch fort und erlernt neue Fähigkeiten, weswegen es gut ist, jeder Figur auch Spielzeit zu schenken.

Der Tod verfolgt einem durch das ganze Spiel, weswegen man sich nie zu sehr an einen Charakter binden sollte. Speichern ist im Spiel nämlich nicht möglich, wenn eine Person stirbt, ist sie für immer weg. So manche ungewollte Trennung hat mich während des Spielens wirklich persönlich getroffen. Je besser unsere Basis ist, desto seltener wird dies jedoch passieren, weswegen man sich früh der Ressourcenbeschaffung widmen sollte um sich einen Grundschutz bauen zu können. Ganz von der Außenwelt abschotten kann man sich nie, denn gewisse Ressourcen werden immer irgendwann knapp. Also heißt es dann wieder auf Tour zu gehen, entweder mit KI-gesteuerten Figuren, die sich nicht immer von ihrer intelligentesten Seite zeigen oder erstmalig mit drei weiteren Mitspielern im Koop-Modus, der sogar Plattform-übergreifend zwischen Windows 10 PCs und Xbox One funktioniert. Natürlich warten hier jede Menge Zombies auf uns, wie auch der eine oder andere Überlebende, der sich euch dann anschließt.

Wer glaubt, dass es in der postapokalyptischen Welt gemächlich zu gut, der wird enttäuscht werden. Andauernd befinden wir uns im Stress irgendetwas besorgen für unsere Basis besorgen zu müssen, erhalten Funksprüche von anderen Überlebenden, die um Hilfe rufen oder müssen uns mit Zombies herumschlagen. Einfach mal gemütlich durch den Wald spazieren? Dafür bleibt kaum Zeit, da man vom Spiel andauernder vorangetrieben wird und die ToDo-Liste wird wie im echten eben nie kürzer.

Die Kämpfe gegen die Zombies sind zwar immer mühsam, aber nur selten fordernd. Ihr trefft zwar andauernd auf Zombies, diese jedoch immer nur in kleinen Gruppen. Ab und zu stellt sich euch ein ganz besonderer Gegner in den Weg, wo ihr etwas mehr Mühe hineinstecken müsst. Großteils reicht im Nahkampf einfach Button-Smashing oder ein paar gezielte Schüsse aus der Entfernung. Da Munition jedoch rar gesät ist, sollte man sich immer gut überlegen, wann man wirklich auf einen Gegner schießt. Da Waffen jedoch auch regelmäßig kaputt werden, bleibt einem nur das ständige Sammeln und Reparieren nur als ständiger Ausweg über.

Wieder mit dabei sind Fahrzeuge, die man nicht nur nutzen kann um schnell voran zu kommen, sondern auch um Zombies zu erledigen. Schade ist jedoch, dass man auf das Überfahren oder das Erschlagen mit der Tür beschränkt ist. Gerade Mitspieler könnten schön aus dem Fenster schießen.

Doch nicht nur Zombies sind eure Gegner im Spiel, sondern auch andere rivalisierende Gruppen. Ihr werdet immer wieder welchen über den Weg laufen, die euch auch immer wieder um Hilfe oder Nahrung bitten werden. Wenn ihr es nicht mehr schafft, ihnen zu helfen, da ihr selbst Hunger leidet, werden sie euch angreifen. Im Gegensatz zu Zombies bewegen sie sich jedoch um einiges schneller und taktischer und waren in unserem Spiel immer wieder eine wahre Gefahr.

State of Decay 2 macht spielerisch vieles richtig, dennoch haben sich ein paar Bugs ins Spiel verirrt. Manche Quest wurden für uns unlösbar, da ich die Aufgaben schon erledigt hatte. Auch unsere realen Koop-Spieler wurden manchmal vom Spiel verschluckt, waren deswegen weder im Spiel anwesend, noch konnten wir neue Mitspieler wählen. Hier hat nur ein Reload des Spieles geholfen.

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