Titel:
Cuphead
System:
Publisher:
Microsoft Game Studios
Entwickler:
StudioMDHR
Genre:

Release:
29.09.2017

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Review: Cuphead

Seit Wochen warten Spieler auf Cuphead, den Jump&Run-Titel von Studio MDHR. Seit dem Microsoft mit der Bewerbung des Spieles begonnen hat und man auf Events, wie der Gamescom das Spiel genauer ausprobieren konnte, ist ein kleiner Hype entstanden. Wir haben uns das schwere Spiel genauer angesehen und viel Durchhaltevermögen bewiesen um möglichst viel Level für euch zu sehen.

Cuphead hat ein Sucht-Problem, denn er kann nicht mit dem Glückspiel aufhören. Als er eines Tages gemeinsam mit seinem Bruder Mugman im Casino des Teufels landet, freut er sich über seine Siegesserie. Doch dem Casinobesitzer ist dies nicht entgangen, deswegen bietet der Teufel den beiden Brüdern eine Wette an. Wenn Cuphead noch einen Würfelwurf gewinnt, schenkt ihm der Teufel das Casino, sollte er jedoch verlieren, erhält der Teufel die Seelen der beiden Brüder. Cuphead verliert natürlich, doch um sich selbst zu retten, schließen sie einen Deal mit dem Teufel ab. Sie sollen für ihn Seelen von säumigen Schuldnern einsammeln, erhalten dafür dann die Freiheit, wenn sie dies innerhalb seiner gesetzten Frist schaffen.

Wir befinden uns nun auf einer offenen Welt in der wir uns halbwegs frei bewegen können und uns so selbst den nächsten Level selbst aussuchen können, wobei drei unterschiedliche Arten auf uns warten. Die einfachsten Levels sind die Run&Gun-Level, die an Contra erinnern. Ihr müsst einfach durch das Level durchkommen, könnt dabei Gegner abschießen und müsst Hüpfpassagen meistern. Schafft ihr es bis zum Ende ist der Level auch schon geschafft.
In den beiden anderen Levelarten müsst ihr immer einen Bossgegner besiegen, wobei ihr hier entweder in einem Flugzeug sitzt und somit im Flug mehr Bewegungsfreiraum habt oder ihr auf dem Boden samt einigen Plattformen herumhüpft. Die Bosse sind wahrlich eine Herausforderung und verwandeln sich während des Kampfes immer wieder in neue Figuren und haben auch sonst immer wieder neue Überraschungen für euch parat. So verwandeln sich die Bosse auch nicht immer gleich, sondern immer per Zufall, weshalb ihr euch nie im Level vollständig auf alles geistig vorbereiten könnt. Die Entwickler haben hier ihrer Fantasie frei entfaltet und nicht nur einmal haben wir uns gefragt, ob das gerade ernst gemeint ist und wirklich passiert.

Eines muss hier jedoch erwähnt werden: Cuphead ist kein Titel für absolute Gelegenheitsspieler. Wir wollen hier niemandem die Lust am Spiel nehmen, aber ihr werdet Zeit brauchen um die Level zu schaffen, um die Endgegner zu besiegen und um das Spiel zu beenden. Manchen Level werdet ihr bis zum Erbrechen spielen, bis ihr diese endlich schafft. Ihr solltet wirklich Zeit und vor allem eine gehörige Prise Geduld mitbringen, wenn ihr jedes Level schaffen wollt. Ihr werdet teilweise Stunden brauchen um ein Level hinter euch zu bringen, denn innerhalb vom Level könnt ihr nicht speichern und auch keine Lebenspunkte mehr zurückgewinnen. Ihr müsst dann wirklich das ganze Level neu spielen und ihr werdet nicht nur einmal kurz vor dem Ende das Zeitliche segnen.

Das Spiel selbst ist in gewisser Hinsicht sehr minimalistisch gehalten. Ihr habt ganze drei Leben pro Level, die schneller weg sind, als man denkt. Im Gegenzug wisst ihr nie, wie stark euer Gegner ist, denn es gibt keine Lebensanzeige bei diesem. Die einzige Anzeige gibt’s nach eurem Tod, wo euch angezeigt wird, wie weit ihr es im Level geschafft habt.

Im Laufe des Spieles gibt es jedoch auch einiges zu erkunden. So schaltet ihr mit der Zeit auch einige Specialattacken frei, dank denen ihr euren Gegnern mehr Schaden zufügen könnt. Doch selbst dann werdet ihr noch den einen oder anderen kurzen Frustmoment erleben. Cuphead ist zwar oft sehr fair, es gibt jedoch immer noch Momente, wo ihr keine Chance habt dem Angriff des Gegners zu entkommen, zum Beispiel, wenn ihr von eurem Gegner in die Ecke gedrängt werdet und es keine Möglichkeit gibt wieder heraus zu kommen. Gottseidank kommen diese Momente nur sehr selten vor.

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