Titel:
Blitzkrieg 3
System:
PC
Publisher:
Nival
Entwickler:
Nival
Genre:
Strategie
Release:
02.06.2017

Systemvorraussetzungen
Minimum:

Optimum:

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keine Preisauskunft vorhanden

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Review: Blitzkrieg 3

Fans der Echtzeit-Strategiereihe Blitzkrieg mussten viel Geduld aufweisen, denn seit dem Launch vom zweiten Teil sind mittlerweile 14 Jahre vergangen. Seit zwei Jahren befindet sich das Spiel in der Early-Access-Phase bis nun endlich vor wenigen Tagen Blitzkrieg 3 endgültig veröffentlicht wurde. Wir haben uns das Spiel für euch in den letzten Tagen genauer angesehen.

Blitzkrieg 3 hat eine bewegende Geschichte hinter sich, wurde das Spiel doch ursprünglich 2013 als Free2Play-Titel angekündigt, der nur einen Multiplayer beinhalten sollte, Singleplayer-Kampagnen wollte man später mit kostenpflichtigen DLCs nachliefern. Unter Fans der Serie führte dies jedoch zu Proteststürmen, wodurch sich Nival entschied, doch einen normalen Vollpreistitel zu entwickeln. Seit 2015 befindet sich Blitzkrieg im Early Access Modus, wo nach und nach neue Teile des Spieles integriert wurden, bis nun endlich das Spiel vollständig erschienen ist. Schade ist, dass das Spiel einen Online-Zwang hat, wodurch man ohne Internet-Zugang nicht einmal den Offline-Modus spielen kann. Die Entwickler wollen so das Cheaten verhindern, da auch alle Fortschritte online gespeichert werden.

Im Spiel warten wieder drei Kampagnen auf uns, die wir auf Seite von Russland, der West-Alliierten oder Deutschland spielen dürfen. Insgesamt warten hier über 60 Missionen auf, die sich zum Teil auch an echten, historischen Schlachten orientieren. Zu Beginn stehen uns noch eher einfachere Truppen zur Verfügung. Erst mit der Zeit bekommen wir hier weitere, der über 200 verschiedenen Truppentypen, freigeschalten.

Mit jeder erfolgreich absolvierten Mission bekommen wir Truppen als Belohnung, die von unserem Erfolg und der Erfüllung von Nebenzielen abhängig sind. Je mehr wir uns also anstrengen und je perfekter die Mission ist, umso mehr Truppen warten auf uns. Das spannende dabei ist, dass wir nur zu Beginn des Spieles noch genaue Anweisungen für die Nebenmissionen erhalten, mit Fortdauer des Spieles müssen wir selbst zu denken und ahnen beginnen. Wer es beim ersten Mal nicht perfekt macht, muss sich jedoch keine Sorgen machen, man darf Missionen wiederholen und mehrmals spielen um alle Nebenmissionen zu schaffen.

Die Kämpfe selbst sind sehr dynamisch gehalten und werden jede Menge Faktoren berücksichtigt. So gibt es nur nicht das klassische Schere-Stein-Papier-Prinzip zwischen den Truppen, sondern auch Faktoren, wie Panzerung oder Waffenstärke haben einen Einfluss. Am Ende ist jedoch jede Einheit mit genügend Beschuss zerstörbar. Man braucht deswegen schon ein gutes Auge auf der Karte um seine Truppen nicht aus dem Auge zu verlieren und dann zu billig zu opfern.

Ein wichtiger Kernpunkt von Blitzkrieg 3 ist der Armeeaufbau. In jeder Kampagne steht uns eine Kernarmee zur Verfügung, die wir vor jeder Mission mit neuen Truppen ergänzt werden darf. Dafür stehen uns Armeepunkte zur Verfügung, wobei jeder Truppentyp eine andere Punkteanzahl kostet. Wer sich Punkte aufhebt, hat den tollen Effekt, dass er sich Truppen dann als Nachschub während der Mission bestellen kann. Aber auch für die Erfüllung von Zielen in den Missionen bekommen wir neue Armeepunkte. Nach den Missionen bekommen wir zusätzlich noch Forschungspunkte, die wir wiederum in die Erforschung von neuen Technologien stecken um so einzelne Truppentypen zu verbessern.

Ein ganz besonderes Zuckerl verspricht die künstliche Intelligenz „Boris“ zu sein, die in speziellen 1on1 gegen uns antritt. Boris spielt dabei wie ein echter Spieler und hat hier auch dieselben Vor- und Nachteile. So gilt auch für Boris der Fog of War und er sieht nicht im Vorhinein unsere Truppen kommen. Gesamt gesehen konnte uns Boris zwar immer wieder überraschen und uns auch die eine oder andere Flagge stehlen, am Ende ist man als Spieler jedoch immer intelligenter und schafft es die KI zu besiegen, selbst im schwierigsten, der drei Spielmodi. Doch auch die eigenen von der KI gesteuerten Soldaten reagieren nicht immer besonders intelligent. So legen sich Infanteristen erst hin, wenn wir es ihr befehligen oder manche Einheit nimmt einen Umweg auf sich, statt den direkten Weg zu wählen, den wir befohlen haben.

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