Titel:
World of Tanks VR
System:
PC
Publisher:
Wargaming
Entwickler:
Wargaming
Genre:
VR
Release:
4.Quartal 2019

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Preview: World of Tanks VR

Die VR-Technologie kämpft seit Monaten um seinen Durchbruch am Markt, doch nur die wenigsten Games können dabei so wirklich überzeugen und für Langzeitspaß sorgen. Nun wirft Wargaming seinen Vorzeigetitel „World of Tanks“ mit einer eigenen VR-Version ins Schlachtfeld. Wir konnten uns das Spiel auf der Gamescom ansehen und anspielen.

Jeder, der schon länger Word of Tanks gespielt hat, hatte schon einmal den Wunsch selbst direkt hinter dem Steuer eines Panzers zu sitzen und diesen steuern zu können. Da es in der Realität schwer ist an einen echten Panzer zu kommen, ist die VR-Welt eine gelungene Alternative. Wir befinden uns vom Blick in der Höhe des Panzerturmes und es fühlt sich wirklich so an, als ob wir unseren Panzer direkt steuern würden. Ausprobieren konnten wir das Spiel mit der HTC Vive und hatten im Raum 360° Bewegungsfreiheit. Die benötigt man auch, da der Panzer in genau die Richtung fährt, in die man seinen Blick wendet. Mit dem Trigger an der rechten Hand fahren wir nach vorne, mit dem Trigger der linken Hand nach hinten. Gezielt wird mit dem Kopf und über das Touchpad können wir unsere Waffe abfeuern. Das HUD ist sehr minimalistisch gehalten, dabei aber intelligent gelöst. So ist die Karte zum Beispiel auf der eigenen Hand befestigt. Heißt einfach auf den Arm blicken und schon sieht man die Karte.

Technisch rennt World of Tanks vollkommen flüssig. Gezeigt wurde das Spiel mit einer GeForce GTX 1080Ti GPU und die Grafik kommt durchaus an World of Tanks heran. Die Karte war detailreich aufgebaut und alle Erhebungen und Unebenheiten wurden vom Panzer realistisch wahrgenommen. Während dem ganzen Spielen kam es zu gar keinen grafischen Problemen, kein Kantenflimmern, keine Framerateeinbrüche, das Spiel funktionierte zu meiner eigenen Überraschung einfach problemlos. Überrascht hat mich ebenso, dass es teilweise möglich ist, Objekte in der Welt zu zerstören. Das Spiel rennt dabei selbst sehr schnell ab, man spielt immer zwei Runden zu zwei Minuten, wo es gilt, den Gegner möglichst oft zu zerstören.

Die Steuerung hat man nach wenigen Minuten heraus. Es gibt zwar kurze Momente, wo ich am Anfang mit dem Gleichgewicht kämpfen musste, da man beim Drehen des Körpers mit den Füßen aufpassen muss. Der Boden, auf dem man steht, ist nachvollziehbarerweise total eben, während der Boden im Spiel natürlich Unebenheiten hat. Da kann schon das Auge eine Steigerung im Boden sehen, die der Fuß jedoch nicht spürt. Beginnt man sich dem jedoch klar zu werden und aktiver an seine Beine zu denken, bekommt man das Problem schnell in den Griff und schafft auch schnelle Drehungen. Interessant wäre das Spiel auf einem Bürostuhl zu spielen, den man auch um 360° drehen kann und wo man sich dann wirklich wie im Panzer sitzend fühlen würde. Man bräuchte dann jedoch wie bei der Gamescom-Demo die Möglichkeit die Kabel über dem Kopf zu befestigen, sonst ist die Gefahr recht groß, die Kabel schnell einzuwickeln.

Insgesamt konnten in der Demo gleichzeitig vier Spieler mit vier unterschiedlichen Panzern gegeneinander antreten. Die gezeigte Karte war gut aufgebaut und hatte für die Anzahl der Spieler die perfekte Größe. Man hatte genug Möglichkeiten sich zu verstecken, unterschiedliche Wege zur Wahl und konnte so auch den Gegner taktisch umfahren, um ihn dann von hinten aufs Korn zu nehmen. Wurde der eigene Panzer zerstört, wurde man nach einigen Sekunden respawned. Es soll jedoch auch größere Karten für bis zu acht Spieler geben, neben Deathmatch gibt es auch noch die Möglichkeit Team-Deathmatch zu spielen.

Fazit: So gut uns das Spiel auch gefallen hat, so schade ist es, dass man das Spiel aktuell nicht zu Hause spielen kann. WarGaming hat hier gemeinsam mit VRTech das neue Unternehmen Neurogaming gegründet, das eigene VR-Cafés für das Spiel eröffnet hat. In Russland sind die ersten Cafés bereits eröffnet, Amsterdam wurde vor Kurzem eröffnet. Informationen zum deutschsprachigen Raum gibt es bisher noch keine, man wird sich also leider noch gedulden müssen, bis man das Spiel bei uns spielen wird können. Nach aktuellen Plänen könnte der Titel 2019 auf den Markt kommen, was wir wirklich hoffen. Es wäre nämlich ein wahrer Verlust, wenn nur wenige Spieler in ausgewählten Städten die Möglichkeit hätten World of Tanks VR zu spielen, da es in meinen Augen für jeden VR-Spieler ein Pflichttitel wäre.

Ersteindruck: Sehr gut