Titel:
Aven Colony
System:
Xbox One
Publisher:
Team 17
Entwickler:
Mothorship Entertainment
Genre:
Aufbaustrategie
Release:
25.07.2017

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Preview: Aven Colony

Aufbau-Strategiespiele haben jahrelang ein Schattendasein auf Konsolen gefristet, doch vor einigen Monaten hat Entwickler der Mut gefasst und nun erscheinen regelmäßig Titel, die sich durchaus auf der Konsole beweisen können. Wir konnten nun Aven Colony anspielen um euch darüber berichten zu können.

Im Spiel verschlägt es uns auf den fernen Planeten Aven Prime, wo es unsere Aufgabe ist, eine funktionierende Kolonie zu errichten. Die neue Welt unterscheidet sich dabei eindeutig von der bekannten Erde. Nicht nur, dass ein Tag auf Aven Prime alle vier Jahreszeiten beinhaltet, so dauert dieser auch viel länger als auf der Erde, was uns vor interessante Herausforderungen stellt.

Doch auch die Flora und Faune ist vollkommen anders, weshalb es Menschen auch nicht möglich ist, sich im Freien aufzuhalten. Für Verbindungen zwischen den Häusern bauen wir Tunnelsysteme und den Gebäudebau überlassen wir Drohnen. Wir bekommen in der Übersicht somit recht wenig vom Treiben unserer Einwohner mit, da sich alles in Gebäuden oder Tunnels abspielt. Um dem Spieler dennoch einen kleinen Einblick in den Alltag seiner Bewohner zu schenken, wurde ein Verfolgermodus integriert, der uns die Möglichkeit gibt ausgewählten Personen über die Schulter zu schauen und mehr über sie zu erfahren.

Der Bau selbst erinnert an klassische Aufbauspiele, man benötigt klassische Ressourcen, wie Strom oder Nahrung, wobei da auch mehrere Gebäudemöglichkeiten zur Verfügung stehen. So können wir zwar Solarzellen verwenden, die jedoch am Abend, wenn dann auch noch Winter ist, keinen Strom liefern, oder wir greifen doch zu den Generatoren, die dafür jedoch die Luft verschmutzen. Aber auch bei den restlichen Gebäuden haben wir fast immer eine bunte Auswahl, die immer Vor- und Nachteile haben. Diese sollte man immer gut abwägen und auch ein wenig vorrausschauend bauen. Je größer unsere Kolonie wird, umso größer werden auch unsere Probleme mit Umweltverschmutzung, Krankheiten und Kriminalität.

Um unsere Gebäude bauen zu können, benötigen wir natürlich auch genügend Baumaterial, das auf Even Prime „Nanites“ heißt, welches wir durch Minen abbauen können. Im Fortlauf des Spieles können wir uns durch passende Gebäude neue Planetenbewohner einfliegen lassen und mit anderen Kolonien Handel treiben. Ebenso ist es möglich, dass wir die Arbeitsstellen in unseren Fabriken beeinflussen um so auf mögliche Engpässe zu reagieren.

Das Herzstück des Spieles ist die Kampagne, die zuerst mittels Kampagne dem Spieler die Steuerung beibringt um dann auf die erste Kolonie samt seinen vielfältigen Aufgaben loszulassen. Neben dem Aufbau eurer Kolonie und dem Versuch alle Einwohner glücklich zu machen, treten nämlich immer noch zusätzliche besondere Gegebenheiten auf, die es zu bewältigen gibt. So muss man plötzlich möglichst rasch die Luft wieder reinigen oder mit einer Polleninvasion umgehen. Im weiteren Verlauf der Kampagne bekommt ihr auch die Möglichkeit den Planeten zu erforschen und werdet hier auch auf Artefakte und Ruinen einer alten Zivilisation treffen, mehr wollen wir euch hier jedoch nicht verraten um euch nicht den Spielspaß zu nehmen. Wer lieber ohne Limit einer Kampagnenmission spielen will, der wird mit dem freien Spielmodus auf jeden Fall glücklich werden.

Von der technischen Seite kann man bisher nur gutes berichten. Die Welt ist sehr bunt gehalten und entführt uns in eine futuristische, außerirdische Welt. Durch die schnellen Jahreszeitenwechsel samt Schneefall und Blitzen wirkt die Welt sehr dynamisch und lebendig. Untermalt wird dies vom guten Soundtrack, der hervorragend zum Setting passt und uns an gute Science-Fiction-Filme erinnert.

Fazit: Aven Colony hat in den ersten Spielstunden einen positiven Ersteindruck hinterlassen. Das Spielprinzip des Städtebaus auf einem fremden Planeten funktioniert und das futuristische Ambiente bringt gelungene Abwechslung in das Genre. Besonders der herausfordernde neue Tagesrythmus samt aller vier Jahreszeiten fordert einen wirklich. Wir warten nun mit Freude auf den Release des Spieles und lassen uns überraschen, ob die jetzt geschürten Erwartungen auch in der fertigen Version erfüllt werden können.

Ersteindruck: Gut