Titel:
The Night of the Rabbit
System:
PC
Publisher:
Rondomedia
Entwickler:
Daedalic
Genre:
Adventure
Release:
29.05.2013

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Preview: The Night of the Rabbit

Andreas Zommer - 29.08.2012
Wenn man an ein sprechendes Kaninchen, das uns in eine Parallelwelt entführen will, denkt, dann fällt einem unweigerlich "Alice im Wunderland" ein. Doch The Rabbit’s Apprentice - Im Bann des Zaroff will uns eine andere Geschichte zählen, auch wenn man eindeutig von dem Kinderbuchklassiker inspiriert wurde. Matthias Kempke hat uns das Spiel auf der gamescom näher vorgestellt.

Das neueste Werk, das von Daedalic veröffentlicht werden wird, stammt aus der Fester von Matthias Kempke, der durch sein Indie- Adventure "What Makes You Tick" in der Szene aufgefallen ist. In seinem neuesten Werk dreht sich alles um den zwölfjährigen Jeremias "Jerry" Haselnuss, der wie schon Eingangs erwähnt von einem Kaninchen in eine andere Welt entführt wird und dies auf hinterliste Art und Weise. Denn am letzten Tag vor Schulbeginn findet Jerry merkwürdige Fußspuren vor seinem Hause. Wie es sich für einen echten Abenteurer gehört, folgt er den Spuren, die ihn in den nahegelegenen Wald führen um sein letztes Abenteuer vor Schulbeginn zu erleben.

So landet er in der Stadt Mauswald, wo so einiges anders ist. So gibt es Portalbäume oder auch sogenannte Baumläufer. Magier, die sich die Kräfte der Natur zu Nutze machen. Und zu so einem soll auch Jerry ausgebildet werden und zwar vom Marquis de Hoto, dem Kaninchen, das die Spuren im Wald hinterlassen hat. Als Zauberlehrling folgt Jerry dem Marquis durch die verschiedensten Regionen und kommt dank der Portalbäume auch in weit entfernte Gegenden und lernt auch die ersten Zauber. Doch natürlich hat es einen Hintergrund, warum Jerry zum Magier ausgebildet wird, denn die Welt wird von einem bösen Zauberer bedroht, der die Welt unterwerfen soll und hier müssen wir helfen. Denn vieles ist eigentlich nicht so wie es scheint und nicht jeder, der sich uns gut stellt, will wirklich nur Gutes für uns.

In gewohnter Daedalic-Qualität werden uns 45 handgezeichnete Locations präsentiert werden und über 40 Figuren warten mit uns zu interagieren. Die Gespräche sind wieder gewohnt humorvoll und brachten uns bei der Präsentation zum Schmunzeln. Sehr vorteilhaft sind hier vor allem die extrem gut gewählten deutschen Synchronsprecher, die perfekt zu den Charakteren passen. Hier muss man jedoch auch auf den Tag- und Nachtrythmus achten, da nicht alle Personen zur jeder Uhrzeit aktiv sind und mit uns reden werden.

Mit dabei ist auch wieder die Hotspot-Funktion auch wenn sich Matthias Kempke lange dagegen wehrte, da er der Meinung ist, dass ein Adventure dies nicht benötige. Da er sich am Ende doch überreden ließ, baute er es zumindest passend in die Geschichte ein. So muss Jerry zuerst eine Zaubermünze finden durch deren Mitte er dann schauen muss um Gegenstände und Figuren zu finden, die wichtig für ihn sind. Doch auch sonst wird man die Münze im Spiel verwenden müssen um Geheimnisse aufzudecken, die uns im Spiel weiterbringen.

Da Matthias Kempke kein großer Fan von Minispielen ist, will er diese an Stellen einbauen, wo sie auch logisch hineinpassen. So wurde ein Quartett-Spiel integriert, welches man immer wieder im Spiel gegen andere Figuren spielen darf. Immer wieder soll man im Spiel auch neue Karten finden können um sein Deck so zu erweitern. Welchen genauen Hintergrund das Kartenspiel jedoch hat, wollte uns der Kopf hinter dem Spiel nicht verraten.

Fazit: Bei Daedalic ist man hochqualitative Adventures gewöhnt und auch The Rabbit’s Apprentice - Im Bann des Zaroff wird in diese Kerbe schlagen. Die wunderschön umgesetzte Welt, liebevolle Figuren und ein Humor der begeistert sind die perfekten Grundlagen für ein weiteres Top-Adventure der Hamburger Spieleschmiede. Gerade die kleinen Neuerungen, wie die magische Münze oder der Tag-Nacht-Wechsel sorgen dafür, dass sich das Spiel von den bisherigen Adventures abhebt. Wir empfehlen das Spiel auf jeden Fall im Auge zu behalten.

Ersteindruck: Sehr Gut