Titel:
Ein Mann namens Ove

Schriftsteller:
Frederik Backman

Verlag:
Fischer Krüger
368 Seiten
VÖ-Datum:
18.08.2014

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Buchkritik: Ein Mann namens Ove

Frederik Backman hätte wohl nie erwartet, dass sein erstes Buch in Schweden so erfolgreich werden wird. Nun ist der Bestseller "Ein Mann namens Ove" auch bei uns erschienen und wir konnten das Buch für euch lesen. Weshalb dieses Buch nicht verpasst werden sollte, verraten wir euch in unserer heutigen Buchkritik.

Ove ist ein Mann der alten Schule, der nicht viel redet und diskutiert, sondern sich lieber über seine Arbeit und seine Taten definiert. Jeden Morgen dreht er seine Runde in der Siedlung und kontrolliert, ob alle Vorschriften des Eigentümervereins eingehalten werden. Jede Kleinigkeit fällt seinem achtsamen Blick auf und jede Verfehlung teilt der jähzornige 59-jährige sofort seinen Nachbarn mit.

Nachdem seine geliebte Ehefrau, mit der er nie Kinder hatte, verstorben ist und er nun auch aus der Arbeit entlassen wurde, fehlt ihm ein weiterer Sinn des Lebens. Er beschließt also sein Leben zu beenden und beginnt akribisch seinen Selbstmord vorzubereiten, denn er möchte niemandem Probleme damit bereiten. Doch kurz bevor er seine Tat umsetzt, steht plötzlich seine neue Nachbarin Parwaneh vor der Tür. Die hochschwangere Inderin trifft den richtigen Ton und schafft es Ove immer wieder um Hilfe zu bitten. Obwohl er nicht wirklich will, schafft er nicht nein zu sagen und muss der Familie mit dem tollpatschigen, handwerklich unbegabten Mann und den zwei liebenswerten Kindern immer wieder unter die Arme greifen. Aber auch sonst hält das Schicksal Ove immer wieder von seinen Selbstmordversuchen ab, denn jede Menge Aufgaben wollen noch von ihm erledigt werden, bevor er wirklich sterben darf.
Parallel zu den aktuellen Ereignissen wird Ove´s Vergangenheit erzählt und man erfährt, wie er zu dem heutigen deprimierten Menschen geworden ist und wie das Schicksal ihn gebeutelt hat. Es werden aber viele schöne Geschichten erzählt, wie er zum Beispiel seine Frau kennenlernte und seine besondere Liebe zu ihr.

Frederik Backman hat über Umwege zum Schreiben gefunden, denn ursprünglich hat er als Gapelstapler-Fahrer gearbeitet um dann als Blogger und Kolumnist zu schreiben zu beginnen. Schon da schrieb er einzelne Geschichten zu Ove und da diese bei den Lesern gut ankamen, fabrizierte er dieses wundervolle Buch. Je mehr man von Ove im Laufe seiner Geschichte kennenlernt, umso mehr beginnt man ihn als Person zu mögen, sowohl seine liebenswerten Seiten, wie auch seine negativen. Obwohl die Geschichte doch teilweise sehr tragisch ist, weiß Backman die Geschichte immer wieder mit witzigen Situationen aufzuheitern um die Stimmung etwas aufzulockern.

Fazit Buch:
Ein Namens namens ove ist ein herrliches Buch, dass verdient ein Bestseller geworden ist. Man weiß von Anfang an, dass die Selbstmordversuche nicht klappen werden, da das Buch ja weitergehen muss. Und doch ahnt man im Verlaufe der Geschichte, dass die Geschichte am Ende noch tragisch enden wird. Zum Schluss will man den Lauf der Dinge aufhalten und wer ein wenig mitfühlend ist, der hat dann auch die eine oder andere Träne in den Augen. Ein Buch, dass man mit ruhigem Gewissen jedem empfehlen kann, denn berührende Geschichte von Ove vergisst man nicht wieder so schnell.

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